Bericht: Wanderung zur „Blauen Tafel“ am Samstag, 8.7.2017

„Wie im Heimatfilm – eine tolle Idee!“ – sprachen einige der Wanderteilnehmer ergriffen von dem sich bietenden Bild: herrliche Aussicht in das Lenninger Tal, über Owen und in das weite Vorland; rot beleuchteter Horizont und rote untergehende Sonne; andächtige Klänge aus den Lenninger Albhörnern; Kuhglockenläuten – wie im Allgäu!

Gestartet wurde die Tour „zur Blauen Tafel“ mit einer kleinen Stadtführung von Wanderführer Dieter Bounin. Ab den Streuobstwiesen übernahm die Kräuterpädagogin Ursula Sander zur Kräuterführung u. a. mit der Erklärung, was es alles für einen Kräuterbuschen zu sammeln gibt.

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg mit vielen Haltestellen wurde die spontan eingerichtete Trinkpause mit verschiedenen Getränken unter dem großen, schattenspendenden Walnussbaum im Klaffert von den Gästen gerne angenommen.

Der Weg führte nun über den Magerrasen am Bölle vorbei und entlang dem Pferchacker in Richtung Brucken. Ein schöner Rundblick von der Baßgeige bis zum Hohenbol, tolle Lichtspiele am Himmel, angenehm kühlender Wind ließen unsere Herzen höher schlagen. Mit einem Löwenzahnwässerle verabschiedete sich die Gruppe vom Teckberg, durchquerte Brucken. Gerne hätten wir die Füße im Mühlkanal gekühlt.

Ein kurzer Halt bei den neugierigen Ziegen an der Bruckener „Steige“, auf der Hochfläche konnte man schon die einladenden Töne der Lenninger Albhornbläser hören. Das Team um Bettina Schmid hatte sich auf die inzwischen hungrigen Gäste eingestellt: Frisch gegrillte Lammrote und Teckburger und erfrischende Getränke. Als roter Ball ging so langsam die Sonne unter. Ein Mond war weit und breit nicht zu sehen. Regentropfen fielen vom Himmel. Soll das das jähe Ende dieser romantischen Feier sein?
Der Schirm wurde jedoch schnell wieder eingepackt, unsere Albhornbläser gaben noch ein kleines Ständchen, bevor sie die Gruppe mit ihren Klängen zum Abstieg nach Owen verabschiedete.

Rückblick 2. Wandertour nach Sigmaringen

Am Donnerstag startete die zweite Wandergruppe von Owen nach Sigmaringen. Erst zur großen Trinkpause am Henger Sportplatz machte sich die angesagte Hitze bemerkbar.
Wie gut, dass dort unser Gepäcktransport mit vollen Wasserflaschen auf uns wartete. Um die letzten Kilometer über den Burgberg nach Münsingen zu packen, wurden die Füße im kalten Wasser der Erms bei Seeburg erfrischt.
Lange vor dem angesagten Gewitter hatte die Gruppe das Wellness-Hotel in Münsingen erreicht.

Bei leichtem Wind und blauem Himmel startete die Gruppe mit dem Ziel Indelhausen. Der Friedwald bei Münsingen löste manche persönliche Gespräche aus. Bei Buttenhausen ging es durch die Wacholderwiese wieder hinauf zur Albhochfläche. Die Ruine Hundersingen lud zur längeren Vesperpause ein.
Wie gut tat die Kneipp-Pause in der Lauter an der Bichishausener Liegewiese. Auf der Burg Derneck belohnten sich die Wanderer mit selbst gebackenem Kuchen und erfrischenden Getränken. Das Ziel Indelhausen war schon in Sichtweite. Der Schneckengarten bei Weiler hatte aber keinen der Wanderer zum abendlichen Schneckengericht verleitet.

Herrlich bunte Wiesen und verschiedene Kräutergerüche begleiteten die Wanderer über Hayingen hinunter in das Glastal. Das herrlich frische und glasklare Wasser führte die Truppe an der Wimsener Höhle vorbei nach Zwiefalten. Nach einer kurzen Klosterkirchenbesichtigung lud der Biergarten vom „Bierhimmel“ zur längeren Pause ein. Sonntags
wird dort Bier zum Schauen und Probieren gebraut.
Durch das Dobeltal führte der Hw 2 die Gruppe nach Wilflingen zur letzten Übernachtungsstätte. „So könnte man sich den zukünftigen Adler in Owen vorstellen“, war dann die Diskussion beim sonntäglichen Weitermarsch mit dem Ziel Sigmaringen.

Alle Hotels glänzten mit bestem Service, herrlichen Betten und sehr guten Gerichten – alles aus der nahen Region!
Wie gerne wären wir weiter gewandert. Der bereitstehende Bus ließ den kommenden Alltag wieder erahnen.

Owen-Sigmaringen-2 2017